Eine CMD-Behandlung beginnt bei ortholoft mit einer Untersuchung und nicht mit einem Gerät. Kiefergelenkschmerzen sind selten dort am stärksten, wo sie entstehen, und genau das macht sie so schwer einzuordnen. Die Praxis liegt in München-Schwabing. Dr. med. dent. Dominik Pfeil, Kieferorthopäde München und Fachzahnarzt für Kieferorthopädie, ist hier der einzige Behandler. Was CMD ist, wie sich das Kiefergelenk untersuchen lässt und welche Stufen die Behandlung hat, steht auf dieser Seite. Der erste Abschnitt beginnt dort, wo die meisten Patientinnen und Patienten anfangen: bei den Beschwerden.
Inhaltsverzeichnis
- Kiefergelenkschmerzen: woran Sie erkennen, dass das Gelenk beteiligt ist
- Was CMD ist, und was craniomandibuläre Dysfunktion bedeutet
- Wie CMD entsteht: Fehlbelastung, Stress und Bisslage
- Die CMD-Diagnose: kurze Funktionsanalyse in der Erstberatung
- Die CMD-Behandlung: Stufen in einer festen Reihenfolge
- CMD behandeln: was Sie selbst tun können, und wo Selbsthilfe endet
- CMD-Behandlung: Kosten und Krankenkasse
- Welcher Arzt bei Kiefergelenkschmerzen? Kieferorthopäde in München mit Funktionsdiagnostik
- Erstberatung bei Kiefergelenkschmerzen
- Häufige Fragen zu CMD und Kiefergelenkschmerzen
Kiefergelenkschmerzen: woran Sie erkennen, dass das Gelenk beteiligt ist
Kieferschmerzen sind ein häufiges Symptom und kein eindeutiges. Schmerzen im Kiefer können vom Zahn kommen, von der Kiefermuskulatur, von den Nasennebenhöhlen oder eben vom Gelenk. Wenn Ihr Kiefergelenk schmerzt, sitzt der Punkt meist unmittelbar vor dem Ohr, und er lässt sich mit dem Finger finden. Schmerzen im Kiefergelenk treten häufig einseitig auf und verändern sich über den Tag. Muskel und Gelenk gehören dabei zusammen: Eine Kieferverspannung hält das Gelenk unter Druck, und umgekehrt.
Plötzlich auftretende Schmerzen im Kiefer haben oft einen erkennbaren Anlass, etwa eine lange Zahnbehandlung, eine ungewohnte Belastung oder eine Phase mit viel Anspannung. Andere Kieferschmerzen kommen langsam und werden über Monate zur Gewohnheit. Beides ist ein Grund, hinzuschauen. Die CMD-Symptome, Kopf und Nacken eingeschlossen, reichen von einem Druckgefühl bis zu deutlichen Schmerzen beim Öffnen, und am Kiefer treten fast immer mehrere Symptome einer CMD gleichzeitig auf. Für die Einordnung heißt das: Die CMD-Symptomatik ergibt erst im Zusammenhang ein Bild.
Was wir an dieser Stelle nicht tun: aus einem Symptom eine Diagnose machen. CMD-Beschwerden überlagern sich mit anderen Krankheitsbildern. Dass sie einseitig auftreten, ist der Normalfall und kein Hinweis darauf, dass das Gelenk die Ursache ist. Auch CMD-Symptome im Gesicht können von den Zähnen kommen, und Kieferprobleme CMD zu nennen wäre voreilig, solange der Befund fehlt. Die Symptome einer craniomandibulären Dysfunktion treten selten einzeln auf, und sie zuzuordnen ist Aufgabe der Untersuchung und nicht der Selbstbeobachtung.
Schmerzen beim Kauen, Gähnen und Mundöffnen
Kieferschmerzen beim Kauen sind das häufigste Einzelsymptom. Wenn der Kiefer beim Kauen schmerzt, betrifft es meist die Seite, auf der Sie bevorzugt kauen. Auch Schmerzen beim Mundöffnen gehören dazu, ebenso ein Kiefer, der beim Öffnen weh tut oder unterwegs hängen bleibt.
Diese drei Bewegungen prüfen wir in der Erstberatung: die Mundöffnung, die Bewegung zur Seite und die Bewegung nach vorne. Das dauert wenige Minuten und sagt schon viel darüber, ob das Gelenk beteiligt ist.
Wenn es ins Ohr, in die Schläfe oder in den Nacken zieht
Das Kiefergelenk liegt direkt vor dem Ohr, und deshalb sind Schmerzen im Kiefergelenk mit Ohr einseitig eine der häufigsten Kombinationen überhaupt. Kiefer- und Ohrenschmerzen zusammen führen viele Betroffene erst zum Hausarzt und dann zur Hals-Nasen-Ohren-Praxis, bevor jemand an das Gelenk denkt. Ohrenschmerzen durch Kiefer entstehen dabei nicht im Ohr, sondern werden dorthin projiziert.
Typisch ist, dass die Schmerzen im Kiefergelenk mit Ohr einseitig auftreten und die Gegenseite frei bleibt, und beschrieben werden sie meist als Druck und nicht als Stechen. Hier ist eine Einordnung nötig, die wir Ihnen nicht schulden, aber trotzdem geben. Für Beschwerden in der unmittelbaren Nachbarschaft des Gelenks, also Ohr, Schläfe und Nacken, ist der Zusammenhang gut nachvollziehbar. Für weiter entfernte Beschwerden wird die Studienlage dünn, und je länger die Liste der zugeschriebenen Symptome wird, desto weniger belastbar ist sie. CMD-Symptome am Kopf beschreiben viele Patientinnen und Patienten, und wir nehmen das ernst. Wir behaupten aber nicht, dass wir mit einer Schiene den ganzen Körper behandeln.
Knirschen, Knacken und Kopfschmerzen: die Zeichen, die zuerst auffallen
Zwei Zeichen bringen Betroffene besonders häufig zu uns, und beide bemerkt oft jemand anderes zuerst. Das eine ist nächtliches Knirschen, das die Partnerin oder der Partner hört. Das andere ist ein Kiefergelenk, das beim Öffnen knackt. Beides ist häufig, und beides ist für sich noch keine Diagnose. Ein Kieferknacken ohne Schmerzen und ohne Einschränkung der Bewegung braucht keine Behandlung. Steht das Knirschen im Vordergrund, ist die Knirscherschiene das passende Thema, und wir zeigen Ihnen den Weg dorthin.
Kopfschmerzen, die morgens beginnen und im Lauf des Tages nachlassen, passen zu einer Kiefermuskulatur, die nachts gearbeitet hat. Auch Tinnitus wird häufig mit dem Kiefergelenk in Verbindung gebracht, und hier sind wir am zurückhaltendsten. Für Ohrgeräusche gibt die Studienlage keine verlässliche Zuordnung her. Wir prüfen die Funktion und sagen Ihnen, was wir finden, statt einen Zusammenhang zu behaupten.
Kieferverspannung: wenn die Kiefermuskulatur zur Schmerzquelle wird
Nicht jeder Schmerz kommt aus dem Gelenk. Häufig ist die Kiefermuskulatur der eigentliche Ort. Eine Kieferverspannung entsteht, wenn Muskeln über Stunden Arbeit leisten, für die sie nicht gebaut sind, und ein verspannter Kiefer wird dann selbst zur Schmerzquelle. Wenn der Kiefer verspannt ist, fühlt sich das Öffnen morgens steif an. Häufig ist der Kiefer verspannt, ohne dass Betroffene den Zusammenhang zum nächtlichen Pressen herstellen. Dass ein angespannter Kiefer mit der Psyche zu tun hat, ändert nichts daran, dass die Kieferverspannung im Muskel sitzt.
Eine Kieferverspannung zu lösen ist deshalb Teil der Behandlung und nicht ihr Nebenprodukt. Der Kiefer ist dann verspannt, obwohl das Gelenk selbst unauffällig ist, und genau diese Trennung interessiert uns. Eine Kieferverspannung lösen bedeutet zuerst Entlastung und dann Bewegung, nicht Dehnen gegen den Schmerz. Wir tasten die Kiefergelenke von außen ab und dazu die Kaumuskulatur, insbesondere den Masseter an der Wange, den medialen Pterygoideus innen und den Temporalis an der Schläfe. Wo diese Muskeln druckempfindlich sind, wissen wir mehr über die Kieferverspannung und ihre Symptome als aus jedem Bild.
Kiefergelenkentzündung: wenn das Gelenk gereizt reagiert
Hält die Fehlbelastung an, kann das Gelenk entzündlich reagieren. Eine Kiefergelenkentzündung äußert sich durch stärkeren Druckschmerz, durch eine eingeschränkte Beweglichkeit und manchmal durch eine Schwellung vor dem Ohr. Die Entzündung im Kiefergelenk ist dabei häufiger Folge als Ursache.
Die Symptome einer Kiefergelenkentzündung von einer reinen Fehlbelastung zu unterscheiden, gelingt von außen kaum, weil sich die Beschwerdebilder überlagern. Genau deshalb steht die Untersuchung am Anfang und nicht die Schiene.

Was CMD ist, und was craniomandibuläre Dysfunktion bedeutet
CMD ist eine Abkürzung aus der Medizin und steht für craniomandibuläre Dysfunktion. Cranium heißt Schädel, Mandibula Unterkiefer, und Dysfunktion beschreibt eine Funktion, die nicht rund läuft. Damit ist im Grunde gesagt, was CMD bedeutet: ein Zusammenspiel von Biss, Kaumuskulatur und Kiefergelenk, das nicht spannungsfrei funktioniert. Für Betroffene heißt das vor allem, dass mehrere Strukturen beteiligt sind und nicht eine einzelne.
Für dieselbe Sache kursieren mehrere Namen, und das ist einer der Gründe, warum die Recherche mühsam ist. Am häufigsten gesucht wird CMD Kiefer, im Fachtext steht craniomandibuläre Dysfunktion, mit K geschrieben kraniomandibuläre Dysfunktion, verkürzt cranio Dysfunktion oder mandibuläre Dysfunktion, in älteren Texten CMD-Syndrom. Der Plural, kraniomandibuläre Dysfunktionen, meint mehrere Befundmuster und nicht mehrere Krankheiten. Gemeint ist überall dasselbe. Die Symptome streuen dabei so breit, dass sich aus ihnen allein nichts ableiten lässt.
Ob CMD eine Krankheit ist, werden wir oft gefragt. Die genauere Antwort lautet: ein Beschwerdebild. Eine CMD-Erkrankung mit einem einzigen Auslöser gibt es nicht, deshalb ist CMD in der Medizin ein Sammelbegriff und keine einzelne Diagnose. Eine CMD-Definition, die jeden Fall abdeckt, existiert nicht; der Begriff beschreibt ein Muster und keinen Defekt. Als Krankheit im engeren Sinn taugt er nicht, als Beschreibung sehr wohl. Dass die Kiefererkrankung behandlungsbedürftig sein kann, ist davon unabhängig anerkannt.
Sichtbar wird CMD am Kiefer meist zuerst an den Zähnen: über Schliffflächen, druckempfindliche Zahnhälse und Risse im Schmelz. Genau danach schauen wir in der Untersuchung. Ob CMD Zähne, Muskulatur oder Gelenk zuerst betrifft, ist von Fall zu Fall verschieden, und was CMD für Ihre Zähne bedeutet, zeigt erst der Befund. Ist die Bisslage beteiligt, spricht man von einer CMD-Kieferfehlstellung, bei muskulärer Ursache nicht.
Wie CMD entsteht: Fehlbelastung, Stress und Bisslage
Die CMD-Ursachen sind fast nie einzeln zu haben. In der Regel treffen mehrere Faktoren zusammen, und deshalb sind die Kieferschmerzen-Ursachen im Einzelfall nur am Befund zu klären. Wer nach den Ursachen der craniomandibulären Dysfunktion sucht, findet im Netz häufig monokausale Erklärungen. Die halten der Studienlage nicht stand. Warum mein Kiefer weh tut, lässt sich deshalb selten mit einem einzigen Grund beantworten, und eine CMD-Erkrankung mit nur einer Ursache gibt es nicht.
Eine CMD-Kieferfehlstellung ist der Faktor, den wir als Fachpraxis für Kieferorthopädie am genauesten beurteilen können. Wenn Ober- und Unterkiefer nicht zueinander passen, arbeitet die Muskulatur gegen die Bisslage an, und das über Jahre. Das ist die häufigste Kieferschmerzen-Ursache, die sich strukturell erklären lässt.
Der zweite Faktor ist Anspannung. Warum tut mein Kiefer weh, ist deshalb selten mit einem Satz beantwortet, und die Frage, warum mein Kiefer überhaupt weh tut, führt fast immer zu mehreren Faktoren. Ein Kiefer, der angespannt ist, hat oft mit der Psyche zu tun, und das ist keine Verlegenheitserklärung, sondern gut belegt: Unter Belastung steigt die Aktivität der Kiefermuskulatur, meist nachts und unbemerkt. Dass ein angespannter Kiefer und die Psyche zusammenhängen, heißt dabei nicht, dass die Beschwerden im Kopf entstehen. Sie entstehen im Muskel: Der Kiefer bleibt angespannt, die Psyche liefert nur den Auslöser. Ein über Wochen angespannter Kiefer verrät deshalb oft mehr über die Psyche als über die Zähne. Kieferschmerzen durch Stress entstehen genau so. Woher kommen Kieferschmerzen also? Wer das wissen will, sollte beide Richtungen prüfen, die Struktur und die Belastung. Kieferschmerzen, Stress und Anspannung zusammen zu betrachten heißt nicht, die Beschwerden für eingebildet zu erklären. Warum Kieferschmerzen auftreten und warum mein Kiefer weh tut, sind am Ende dieselbe Frage, und sie hat meist mehr als eine Antwort. Auch ein nachts angespannter Kiefer und die Psyche gehören in diese Antwort hinein. Kieferschmerzen rechts haben andere Ursachen als linksseitige, weil die Kauseite eine Rolle spielt. Woher kommt CMD im Einzelfall? Das klärt der Befund. Welche Ursache am Kiefer die CMD ausgelöst hat, bleibt bis dahin eine Vermutung.
Als Kieferorthopäde für die Maxvorstadt sehen wir häufig dieselbe Kombination: Wer dort arbeitet und den ganzen Tag am Bildschirm sitzt, kennt Nackenspannung und Kieferspannung gut. Das ist kein Zufall, sondern Haltung. Ein angespannter Kiefer und die Psyche gehören auch hier zusammen.
Die CMD-Diagnose: kurze Funktionsanalyse in der Erstberatung
Eine CMD-Diagnose entsteht nicht aus einem Fragebogen, sondern aus Gespräch, Funktionsprüfung und Befund. Die CMD-Untersuchung dauert bei ortholoft wenige Minuten und steht am Ende der Erstberatung, die für gesetzlich Versicherte und für Selbstzahlende kostenfrei ist. Ein Verdacht auf CMD, im Fachtext als kraniomandibuläre Dysfunktion geführt, ist der Anlass für diese Untersuchung und nicht ihr Ergebnis.
Geprüft werden drei Bewegungen und zwei Regionen. Wir messen, wie weit Sie den Mund öffnen können, und prüfen die Bewegung zur Seite und nach vorne. Danach tasten wir die Kiefergelenke von außen ab und die Kaumuskulatur, Masseter, medialer Pterygoideus und Temporalis. Wenn Sie mit dem Verdacht auf CMD kommen, ist das der schnellste Weg zu einer belastbaren Einschätzung. Ein Verdacht auf CMD aus dem Netz ist dabei ein guter Anlass und noch kein Befund. CMD zu erkennen heißt in diesem Schritt vor allem: einordnen, ob das Gelenk, die Muskulatur oder der Biss im Vordergrund steht. Wer mit Kieferproblemen kommt und eine CMD vermutet, bekommt deshalb zuerst die Funktionsprüfung. Steht danach eine CMD-Erkrankung im Befund, folgt die Behandlung in Stufen.
Für die weiterführende Diagnostik stehen ein digitales Fernröntgenseitenbild, eine Panoramaschichtaufnahme und Einzelzahnröntgen im Haus zur Verfügung, ausgewertet wird softwaregestützt in OnyxCeph. Eine dreidimensionale Bildgebung führen wir nicht durch, und wir halten das bei dieser Fragestellung auch nicht für nötig. Die Diagnose CMD und die daraus folgende Therapie ergeben sich aus Funktion und Befund, nicht aus mehr Bildern. Die Diagnose CMD, also craniomandibuläre Dysfunktion, steht am Ende dieses Wegs und nicht am Anfang. Als CMD-KFO-Behandlung bezeichnen Kolleginnen und Kollegen den kieferorthopädischen Anteil daran. Zeigt der Befund eine CMD-Kieferfehlstellung, ist die Bisslage der Ansatzpunkt. Ob eine Kiefergelenkstörung vorliegt und welche Behandlung daraus folgt, ergibt sich aus demselben Befund. Wie viele CMD-Diagnosen am Ende gestellt werden, sagt weniger über die Praxis als darüber, wie genau untersucht wurde.
Bevor ich eine Schiene plane, will ich wissen, ob die Beschwerden überhaupt aus Gelenk und Muskulatur kommen. Deshalb messe ich die Mundöffnung, prüfe die Bewegung zur Seite und nach vorne und taste Kiefergelenke und Kaumuskulatur ab. Das dauert wenige Minuten und entscheidet über alles, was danach kommt.
Dr. med. dent. Dominik Pfeil, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie, Praxisinhaber ortholoft

Die CMD-Behandlung: Stufen in einer festen Reihenfolge
Die CMD-Behandlung folgt bei ortholoft einer Kaskade. Wir beginnen mit dem Mittel, das am wenigsten eingreift, und gehen erst weiter, wenn es nicht ausreicht. Diese Reihenfolge ist der Kern unserer CMD-Therapie und nicht verhandelbar, weil sonst niemand weiß, was gewirkt hat. An den einzelnen CMD-Behandlungsmethoden ist wenig Besonderes; besonders ist, dass wir keine davon überspringen. Ob Sie es CMD-Syndrom-Behandlung nennen oder Behandlung der Kiefer-Dysfunktion: Gemeint ist immer dieser Aufbau.
Was eine CMD-Kieferbehandlung umfasst, hängt vom Befund ab. Die Methoden, die wir einsetzen, sind Schiene, Physiotherapie und in dritter Stufe Botulinumtoxin. Ob eine CMD-Behandlung sinnvoll ist, entscheidet sich nicht am Leidensdruck allein, sondern daran, ob ein Befund vorliegt, den wir behandeln können. Eine Kiefergelenktherapie ohne CMD-Befund gibt es bei uns nicht.
Die Behandlung von CMD ist damit auch eine Kiefergelenktherapie im engeren Sinn: Entlastet wird das Gelenk, gelöst wird die Kaumuskulatur. Eine Kiefergelenkbehandlung, die nur die Symptome dämpft, verschiebt das Problem. Ob eine Kiefergelenkstörung eine Behandlung braucht und welche, entscheidet die Bisslage mit. Wie man CMD behandelt, ist deshalb weniger eine Frage der Methode als der Reihenfolge, und die Kiefergelenktherapie bei CMD wird bei jeder Kontrolle nachjustiert.
Die Aufbissschiene als erste Stufe
Die Schiene entlastet das Gelenk und unterbricht das Muster, mit dem die Muskulatur arbeitet. In der Fachsprache beginnt hier die Behandlung der craniomandibulären Dysfunktion, und eine craniomandibuläre Dysfunktion zu behandeln heißt zuerst: Druck herausnehmen. Es gibt zwei Wege. Der eine ist die Schiene, die die Krankenkasse mitträgt, mit einer gesetzlich festgelegten Zuzahlung. Der andere ist eine kiefergelenkjustierte Michigan-Schiene, die individuell eingestellt wird und eine Selbstzahlerleistung ist. Wir erklären Ihnen beide Wege, bevor Sie sich entscheiden, und was die CMD-Schiene mit der Krankenkasse zu tun hat, steht im Heil- und Kostenplan.
Gefertigt wird über das Fachlabor Klee, ein zertifiziertes deutsches Labor. Grundlage ist ein Intraoralscan, der rund drei Minuten dauert. Abformmasse gibt es hier nicht.
Eine Zahnspange gehört an dieser Stelle noch nicht dazu. Die Frage nach der Zahnspange bei CMD kommt in der Beratung oft früh, und die CMD-Zahnspange ist auch kein falscher Gedanke, wenn die Bisslage die Ursache ist. Die CMD-Behandlung mit Zahnspange steht aber nie am Anfang, sondern setzt voraus, dass die Schiene gezeigt hat, welche Bisslage beschwerdefrei ist. Liegt der CMD eine Kieferfehlstellung zugrunde, ist die Korrektur der letzte Schritt und nicht der erste. Ob eine CMD-Spange in Ihrem Fall überhaupt zur Debatte steht, klären wir erst danach. Eine CMD-Spange ersetzt die Schiene nicht, sie kommt nach ihr. Die Schiene wird eingegliedert, kontrolliert und nachjustiert. Als Kieferorthopäde für Schwabing und Schwabing-West sind wir dafür fußläufig erreichbar, und eine Nachkontrolle bleibt ein kurzer Termin.
Physiotherapie als zweite Stufe
Reicht die Schiene nicht, kommt Physiotherapie dazu. Wenn wir bei craniomandibulärer Dysfunktion Physiotherapie empfehlen, geht es um die Muskulatur und um die Halswirbelsäule, und das ist eine eigene Fachlichkeit, die wir nicht selbst erbringen. Als craniomandibuläre Therapie im weiteren Sinn gehört sie fest zur Stufenfolge, denn eine Therapie der craniomandibulären Dysfunktion ohne die Muskulatur bleibt auf halbem Weg stehen. Wir stellen die Verordnung und arbeiten mit Praxen zusammen, die auf den Kopf- und Halsbereich eingestellt sind.
Was bei der manuellen Therapie bei CMD gemacht wird, lässt sich kurz sagen: Die Muskulatur wird gelöst, die Beweglichkeit des Gelenks verbessert, und Sie bekommen Übungen für zu Hause, angeleitet und auf Ihren Befund abgestimmt.
Botulinumtoxin als dritte Stufe
Erst wenn Schiene und Physiotherapie nicht ausreichen, sprechen wir über Botulinumtoxin. Es wird in die Kaumuskulatur eingebracht und senkt dort die Grundspannung. Dr. Pfeil, Kieferorthopäde München, hat dafür eine zertifizierte Weiterbildung absolviert, und die Zahnärztekammern haben die rechtliche Zulässigkeit für Zahnärzte bestätigt.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Die Behandlung erfolgt ein bis zwei Wochen nach der Eingliederung der Schiene, nicht davor, weil sonst nicht zu unterscheiden ist, was gewirkt hat. Und sie ersetzt die beiden ersten Stufen nicht, sie ergänzt sie. Ein ästhetisches Ziel verfolgen wir damit nicht, und als eigenständige CMD-Schmerztherapie ist Botulinumtoxin ebenfalls nicht gedacht. Auch als dritte Stufe bleibt es Teil einer craniomandibulären Therapie und keine Behandlung für sich.
Botulinumtoxin steht bei mir am Ende der Reihenfolge und nicht am Anfang. Die Schiene wirkt langfristig therapeutisch, die Injektion ist ein schnell wirksamer Zusatz. Wer nur die Injektion möchte, hört das von mir genauso deutlich.
Dr. med. dent. Dominik Pfeil, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie, Praxisinhaber ortholoft
Wie lange es dauert, und was realistisch ist
Ob CMD heilbar ist, ist die Frage, die am häufigsten kommt, und sie verdient eine ehrliche Antwort. CMD heilen im Sinne von einmal behandeln und nie wieder ist bei einem Beschwerdebild mit mehreren Faktoren nicht das richtige Bild. Realistisch ist eine deutliche Besserung, oft Beschwerdefreiheit, und die Möglichkeit, bei einem Rückfall früh zu reagieren. Wie lange die CMD-Behandlung bis dahin läuft, ist eine Frage des Befunds und nicht des Wunsches. Von einer CMD-Heilung im engeren Sinn sprechen wir deshalb nicht, und wer nach CMD-Heilungschancen fragt, bekommt von uns eine Einordnung und keine Quote.
Von geheilt zu sprechen wäre deshalb ein zu großes Wort. Wie lange eine CMD-Behandlung dauert, lässt sich seriös erst nach dem Befund sagen: Bei einer akuten CMD können wenige Wochen reichen, bei chronischer CMD sprechen wir über Monate. Die CMD-Heilungsdauer besprechen wir deshalb nach der Funktionsanalyse und nicht davor. Der CMD-Heilungsprozess verläuft nicht linear, Rückschritte gehören dazu. Akute Schmerzen lindern wir tagesaktuell nach telefonischer Anmeldung. Unbehandelt kann CMD chronisch werden, und dann wird der Weg länger.
Ist CMD gefährlich? Für sich genommen nicht, und als CMD-Krankheit im engeren Sinn lässt sich die Frage ohnehin nicht stellen. Zu den CMD-Folgen bei langem Verlauf gehören aber Abrieb an den Zähnen, eine dauerhaft überlastete Muskulatur und ein Schmerzgedächtnis, das schwerer zu erreichen ist als ein frischer Befund. Genau das sind die CMD-Auswirkungen, die sich mit früher Behandlung vermeiden lassen. Es gibt übrigens auch CMD ohne Schmerzen, erkennbar nur an Funktion und Abrieb, und auch dann kann eine Behandlung sinnvoll sein.
Wenn die Ursachen mehrschichtig sind, wenn Stress oder eine Migräne mitspielen, sage ich das offen. Ich stelle die Funktionstherapie dann nicht als Lösung für alles dar. Realistisch ist eine deutliche Besserung und die Möglichkeit, bei einem Rückfall früh zu reagieren.
Dr. med. dent. Dominik Pfeil, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie, Praxisinhaber ortholoft
CMD behandeln: was Sie selbst tun können, und wo Selbsthilfe endet
Bei Kieferschmerzen, was tun? Bis zum Termin hilft Entlastung: Wärme auf die Wange, weiche Kost für einige Tage, harte und zähe Speisen weglassen, den Kiefer bewusst nicht zusammenpressen und beim Gähnen die Hand unter das Kinn legen. Was bei Kieferschmerzen hilft, ist in den ersten Tagen fast immer genau das.
Was tun bei Kieferschmerzen, wenn es nicht besser wird? Klären lassen. Ab diesem Punkt gilt: untersuchen statt weiter probieren. Was bei Kiefergelenkschmerzen hilft, entscheidet der Befund, und wer ohne Befund weiter ausprobiert, verliert vor allem Zeit. Hausmittel allein reichen hier nicht.
Eine Grenze ziehen wir bewusst: Übungsanleitungen finden Sie auf dieser Seite nicht. Bei einer akuten Reizung des Gelenks kann unangeleitetes Üben die Beschwerden verstärken, und welche Übung passt, hängt davon ab, ob Muskulatur oder Gelenk im Vordergrund steht. Die Übungen bekommen Sie deshalb angeleitet und nicht als Liste. Physiotherapie findet wohnortnah statt und nicht bei uns. Wir stimmen uns mit der Praxis ab, die Sie ohnehin erreichen.
CMD-Behandlung: Kosten und Krankenkasse
Ob die Krankenkasse eine CMD-Behandlung bezahlt, hängt davon ab, welchen Weg wir gehen. Die Aufbissschiene ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung mit gesetzlich geregelter Zuzahlung. Die kiefergelenkjustierte Michigan-Schiene und die Botulinumtoxin-Behandlung sind Selbstzahlerleistungen. Die Kosten der CMD-Kieferbehandlung nennen wir Ihnen im Heil- und Kostenplan, mit einer laienverständlichen Zusammenfassung vorweg, und zwar am Tag der Beratung. Was Sie tragen und was die Krankenkasse trägt, steht dort in einer Zeile nebeneinander.
Ob die Krankenkasse die Kosten der CMD-Behandlung trägt, klären wir also vorher und nicht hinterher. Dasselbe gilt für die CMD-Therapie und die Krankenkasse bei der Physiotherapie, die über eine Verordnung läuft. Was die CMD-Schiene und die Krankenkasse angeht, gilt die gesetzlich geregelte Zuzahlung. Auch für die CMD-Funktionsanalyse nennen wir die Kosten vorab. Eine pauschale Zusage zur Erstattung können wir nicht geben, weil sie vom Befund und vom Versicherungsstatus abhängt. Was die Kiefergelenkbehandlung kostet, steht damit vor der Entscheidung fest und nicht danach.
Zahlen können Sie in einer Summe mit Skonto, in Raten über bis zu vierundzwanzig Monate zinsfrei oder nach Leistung. Die Abwicklung läuft über Nelly Solutions, eine Schufa-Abfrage findet nicht statt. Wir haben einen Kassensitz. Wer einen Kieferorthopäden für die Münchner Innenstadt und das Lehel sucht und dabei auf die Kassenleistung angewiesen ist, rechnet die Schiene hier über die Krankenkasse ab.

Welcher Arzt bei Kiefergelenkschmerzen? Kieferorthopäde in München mit Funktionsdiagnostik
Welcher Arzt bei Kiefergelenkschmerzen der richtige ist, hängt davon ab, was dahintersteckt. Die Beschwerden können vom Zahn kommen, vom Ohr oder von der Halswirbelsäule, und entsprechend sind mehrere Fachgebiete beteiligt: die Zahnarztpraxis, die Hals-Nasen-Ohren-Praxis, die Orthopädie. Für das Zusammenspiel von Biss, Muskulatur und Gelenk ist die Kieferorthopädie zuständig. Welcher Arzt bei Kieferschmerzen hilft, klärt sich deshalb über die Untersuchung und nicht über das Praxisschild. In der Kieferorthopädie Münchens ist die Funktionstherapie ein eigenes Feld.
Wer einen CMD-Zahnarzt in München sucht, sucht in aller Regel eine Praxis, die die Funktion beurteilen kann und nicht nur die Zähne. Einen Facharzt für CMD gibt es dafür nicht: In Deutschland tragen nur zwei zahnärztliche Fachgebiete eine eigene Bezeichnung, und die Kieferorthopädie ist eines davon. Spezialist ist kein geschützter Titel, Fachzahnarzt schon. Dr. Pfeil, Kieferorthopäde in München, ist Fachzahnarzt für Kieferorthopädie, die Funktionstherapie ist bei ortholoft ein Tätigkeitsschwerpunkt, und aus seiner bisherigen Laufbahn bringt er rund 2.000 kieferorthopädische Behandlungen mit. Wer nach dem besten CMD-Spezialisten oder einem CMD-Arzt in München sucht, meint der Sache nach genau diese Verbindung: Funktionsdiagnostik und Bisskorrektur in einer Hand.
Wer behandelt CMD? Eine Praxis, die untersucht, bevor sie behandelt. Ein Zahnarzt für Kiefergelenkbeschwerden ist ein guter erster Weg, und welcher Arzt bei Kiefergelenksproblemen am Ende übernimmt, ist eine Frage der Reihenfolge und nicht der Zuständigkeit. Wenn Sie einen Spezialisten für das Kiefergelenk suchen, achten Sie auf ein Kriterium: ob eine Funktionsanalyse angeboten wird. Ohne sie bleibt jede Behandlung ein Versuch. Beim Kieferorthopäden München steht sie deshalb vor jeder Entscheidung über eine Schiene. Die CMD-Kieferorthopädie ist dabei kein Zusatzangebot, sondern Teil des Fachs, und die CMD-Therapie in München beginnt hier mit dieser halben Stunde.
Fahrräder stellen Sie direkt vor der Praxis ab, eigene Parkplätze gibt es nicht. Die Tram 28 hält an der Haltestelle Elisabethplatz unmittelbar vor der Praxis, vom Scheidplatz sind es damit wenige Minuten. Termine gibt es montags, dienstags und donnerstags bis 18:30 Uhr, dazu kommt ein Samstag im Monat nach Vereinbarung. Weil die Kontrollen in der Schienenphase in mehrwöchigen Abständen liegen, ist der Weg auch vom Prinzregentenplatz überschaubar, und aus Unterföhring lässt sich der Samstagstermin oft leichter einplanen als ein Werktag. Der Zugang zu ortholoft liegt ebenerdig im Erdgeschoss eines Altbaus in München-Schwabing.
Erstberatung bei Kiefergelenkschmerzen
Im ersten Termin sprechen Sie mit Dr. Dominik Pfeil, Kieferorthopäde München, über Ihre Beschwerden, ihren Verlauf und darüber, was Sie bisher versucht haben. Wie lange die Schmerzen im Kiefergelenk schon bestehen, ist dabei die wichtigste Frage. Danach folgt die Funktionsprüfung. Sie bekommen eine Einschätzung, ob ein Befund vorliegt, und eine klare Empfehlung zum weiteren Vorgehen. Für gesetzlich Versicherte und für Selbstzahlende ist die Erstberatung kostenfrei.
Sie erreichen uns telefonisch unter 089 20001060 oder online über die Terminbuchung, die Praxis finden Sie in der Nordendstraße 56. Einen Überblick über alle Behandlungen für Erwachsene finden Sie auf unserer Bereichsseite, und wie sich die Beschwerden am Kiefergelenk einordnen lassen, haben wir im Beitrag CMD erkennen, Symptome am Kiefergelenk beschrieben.
Häufige Fragen zu CMD und Kiefergelenkschmerzen
Wofür steht die Abkürzung CMD?
CMD steht für craniomandibuläre Dysfunktion, zusammengesetzt aus Cranium für Schädel und Mandibula für Unterkiefer. Wörtlich übersetzt: eine Funktionsstörung zwischen Schädel und Unterkiefer. Gemeint ist ein Beschwerdebild, bei dem Biss, Kaumuskulatur und Kiefergelenk nicht spannungsfrei zusammenarbeiten. Eine CMD-Definition mit klaren Grenzen gibt es nicht; in der Medizin ist der Begriff ein Sammelbegriff. Ob CMD eine Krankheit im engeren Sinn ist, lässt sich nicht mit Ja beantworten, weil eine CMD-Erkrankung mit einem einzigen Auslöser nicht existiert. In älteren Texten heißt derselbe Sachverhalt CMD-Syndrom, mit K geschrieben kraniomandibuläre Dysfunktion, im Plural kraniomandibuläre Dysfunktionen. Der Begriff beschreibt ein Muster, und genau deshalb steht am Anfang eine Untersuchung.
Gehen Kiefergelenkschmerzen von allein weg?
Manchmal ja. Nach einer langen Zahnbehandlung oder einer besonders angespannten Woche klingen Beschwerden häufig innerhalb von Tagen ab. Halten Kiefergelenkschmerzen länger als zwei Wochen an, kehren sie regelmäßig zurück oder ist die Mundöffnung eingeschränkt, sollten Sie sie abklären lassen. Ein frischer Befund ist einfacher zu behandeln als ein Verlauf über Jahre. Warum mein Kiefer weh tut, lässt sich dann noch auf einen Auslöser zurückführen, und ein angespannter Kiefer und die Psyche sind nach einer belastenden Phase die häufigste Erklärung. CMD-Probleme mit struktureller Ursache verschwinden dagegen selten von allein, weil die Fehlbelastung ja bleibt. Eine Kieferverspannung, die nach zwei Wochen noch da ist, gehört untersucht.
Kieferschmerzen, welcher Arzt ist zuständig?
Für das Zusammenspiel von Biss, Muskulatur und Gelenk die Kieferorthopädie in München. Für Beschwerden, die vom Zahn ausgehen, die Zahnarztpraxis, für das Ohr die Hals-Nasen-Ohren-Praxis. Weil sich die Bilder überlagern, ist eine Funktionsanalyse der schnellste Weg zur Einordnung. Sie bekommen von uns auch eine Rückmeldung, wenn das Gelenk nicht die Ursache ist. Wer als Zahnarzt Kiefergelenkbeschwerden abklärt, überweist bei struktureller Ursache in die Kieferorthopädie. Bester CMD-Spezialist und CMD-Zahnarzt in München sind Suchbegriffe und keine geschützten Titel. Achten Sie weniger auf die Bezeichnung als darauf, ob eine Funktionsanalyse zum ersten Termin gehört und ob eine Kiefergelenkbehandlung erst nach dem Befund geplant wird.
Was kostet die Funktionsanalyse, und zahlt die Kasse die Schiene?
Die CMD-Funktionsanalyse verursacht in der Erstberatung keine Kosten: Für gesetzlich Versicherte und für Selbstzahlende ist dieser Termin kostenfrei. Die Aufbissschiene ist eine Kassenleistung mit gesetzlich geregelter Zuzahlung, die kiefergelenkjustierte Michigan-Schiene eine Selbstzahlerleistung. Die genauen Beträge stehen in Ihrem Heil- und Kostenplan, den wir am Tag der Beratung erstellen, mit einer verständlichen Zusammenfassung vorweg. Wenn Sie privat oder zusatzversichert sind, bekommen Sie den Plan vorab digital und können ihn einreichen, bevor Sie sich entscheiden.
Ist CMD heilbar?
Nicht im Sinne von einmal behandeln und nie wieder. Realistisch sind deutliche Besserung, häufig Beschwerdefreiheit, und die Möglichkeit, bei einem Rückfall früh zu reagieren. Wie lange eine CMD-Behandlung dauert, hängt davon ab, ob die Beschwerden akut oder seit Jahren bestehen. Eine Kiefergelenktherapie über mehrere Monate ist bei chronischem Verlauf der Normalfall. Eine Quote nennen wir bewusst nicht, eine CMD-Heilungsdauer in Wochen wäre unseriös, und CMD dauerhaft zu heilen versprechen wir nicht. Eine CMD-Kieferbehandlung endet deshalb nicht mit der Schiene, sondern mit der Kontrolle danach.
Hilft eine Zahnspange bei CMD?
Manchmal, aber nie als erster Schritt. Wenn eine Kieferfehlstellung die CMD trägt, kann eine kieferorthopädische Korrektur der richtige Weg sein. Eine CMD-Kieferbehandlung beginnt deshalb immer mit der Schiene. Vorher muss die Schiene gezeigt haben, welche Bisslage beschwerdefrei ist. Ohne diesen Zwischenschritt wäre die Korrektur ein Versuch. Bei einer strukturell bedingten CMD-Erkrankung ist die Reihenfolge deshalb wichtiger als das Gerät, und ob eine Korrektur überhaupt nötig wird, entscheidet sich erst nach der Schienenphase.
Was hilft bei akuten Schmerzen sofort?
Wärme, weiche Kost und bewusste Entlastung des Kiefers für einige Tage. Beim Gähnen hilft es, die Hand unter das Kinn zu legen. Wenn die Schmerzen stark sind oder die Mundöffnung blockiert ist, rufen Sie an, wir sehen Sie tagesaktuell. Übungen bekommen Sie von uns angeleitet, weil unangeleitetes Üben bei einer akuten Reizung schaden kann. Ist der Kiefer verspannt und nicht das Gelenk gereizt, hilft Wärme meist schneller als Schonung. Eine Kieferverspannung nach einer angespannten Woche zeigt, wie eng Kiefer und Psyche zusammenhängen.
Woran erkenne ich eine Kiefergelenkentzündung?
An deutlichem Druckschmerz vor dem Ohr, an eingeschränkter Beweglichkeit und manchmal an einer Schwellung. Von einer reinen Fehlbelastung lässt sie sich von außen kaum unterscheiden, weil sich die Symptome überlagern. Das klärt die Untersuchung, und danach richtet sich auch die Behandlung der Kiefergelenkentzündung. Kommen Fieber, eine deutliche Schwellung oder eine plötzlich blockierte Mundöffnung dazu, gehört das noch am selben Tag angesehen, und zwar unabhängig davon, ob eine CMD dahintersteht.
Wann kommt Botulinumtoxin infrage?
Als dritte Stufe, wenn Schiene und Physiotherapie nicht ausgereicht haben, und frühestens ein bis zwei Wochen nach Eingliederung der Schiene. Es senkt die Grundspannung der Kaumuskulatur und ersetzt die ersten beiden Stufen nicht. Dr. Pfeil hat dafür eine zertifizierte Weiterbildung, und ein ästhetisches Ziel verfolgen wir damit nicht.
Können Kieferschmerzen ins Ohr oder in den Nacken ausstrahlen?
Ja, und das ist häufig. Das Gelenk liegt direkt vor dem Ohr, deshalb werden Schmerzen im Kiefergelenk oft zuerst am Ohr wahrgenommen. Auch Schläfe und Nacken sind typisch. Für weiter entfernte Beschwerden wird die Studienlage dünn, und dort halten wir uns mit Zuschreibungen zurück. Was das für Sie praktisch heißt: Wir prüfen das Gelenk und die Muskulatur, und wenn beides unauffällig ist, sagen wir Ihnen das und schicken Sie weiter, statt eine Schiene anzupassen.
